..aber lasst euch nicht zu viel Zeit...
Meine Schwestern brauchen mich an vielen Orten der Wälder und der Auen.....
....und schon muss ich wieder los, die holde Taheen aus dem Feenwald ruft mich..
......so endschwinde ich nun aus eurem Blick.
Aber haltet weiter die Augen und eure Sinne offen, dann können wir uns wiedersehen...
Text und Fotografie: Andy Behrendt
Gestatten, Rosemarie von Rabenstein
"Ach, es ist schon so lange her, seit ich hier in diesem Turme von meinen Vater und meinen Ahnen verbannt wurde. Sie hatten mir verboten, zum Johannestag (24. Juni) in das Dorf zugehen, um dort mit der Dorfjugend zu feiern. Ich wagte es trotzdem. Nur vergaß ich die Zeit, weil das Fest so schön war. Als die Glocke Mitternacht schlug und der Torwächter durch sein Horn verkündete, das die Tore geschlossen werden, kam ich zu spät zum Tor. Oh, was war mein Vater erzürnt. Ach Silberflügel, Reisende und Wächterin der Natur, du kannst nicht erahnen, welche Strafe mir verhängt wurde"....
Ohje, meine silbernen Flügel zitterten....
"Hier, in dieser Turmkapelle, vor allen herbeigerufenen Ahnen, verwünschte mich im Zorn mein Vater dazu, unsichtbar für jeden Menschen, 12 Hemden aus Leinen zu nähen. Aber, ach kleine Silberflügel, ich darf nur alle 50 Jahre einen einzigen Nadelstich tun." Ich fragte Rosemarie: " Gibt es keine andere Rettung für Euch?" Traurig sagte Rosemarie: "Doch, eine Rettung gäbe es noch für mich".....
"Verzage nicht, Rosemarie. Irgendwann und irgendwie wird es ein stolzer Bursche schaffen, den Turm zu erklimmen".
Ob vielleicht die hiesigen Zauberwesen auch helfen könnten?
Hier soll doch noch so ein alter Kobold die Wälder unsicher machen?
Text aus der Legende "Rosemarie", Burg Rabenstein
Fotografie Andy Behrendt
Sie und ihr Volk war schon immer Wissbegierig und so erforschten sie alles.
Die Elbenmaid interressierte sich einmal besonders für den Beruf des Müllers. Mit seiner Windmühle mahlte er das Korn der Felder zu Mehl, so das man daraus Brot backen konnte.
Die Elbenmaid hatte es da einfacher, da sie nur die Blumen und Früchte besang und sich nie mehr nahm, als sie brauchte.
Der Müller musste auf den Wind, die Reife des Korns und die frechen Mäuschen achten, die ihm sonst das Korn weggeknappert hätten...
Die Elbenmaid bewunderte die Windräder, den Mahlstein, die Zahnräder und die Kunst, jedes Getreide richtig zu mahlen. Auch bemerkte Taheen, das der Müller auf die Natur achtete, wie der Wind über die Felder strich oder sich die Blumen vor dem nächsten Regen bedeckten. Ach, herrlich, dieser Duft..